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New Frequencies

PIKI PIKI

Djino Alolo Sabin (Kisangani)

09.11. 20:00 – 20:40

Muffathalle

Eintritt € 7,00 | Ermäßigt € 5,00

Französisch mit englischen Übertiteln

  • Alternative Sitz- und Liegemöglichkeiten
  • Rollstuhlgerecht
  • Induktive Höranlage

Ein Körper, zunächst statuengleich, bedeckt von Staub und Schichten aus Erde und Ton, versetzt sich in Bewegung. In Djino Alolo Sabins Solo PIKI PIKI ist es der Performer selbst, der sich nach und nach aus einer Starre befreit. Es ist die Last der Vergangenheit, die auf ihm liegt. Die Geschichte seiner Heimat, der Demokratischen Republik Kongo ist eine des Kolonialismus, Korruption und der verloren Hoffnung nach wahrer Unabhängigkeit. PIKI PIKI ist eine Erzählung der Befreiung aus der Unbeweglichkeit und von den Fesseln politischer und auch zwischenmenschlicher Gewalt. Allgegenwärtig dabei, Djino Alolo Sabins Familie, vor allem die seines Großvaters. Bis zu seinem plötzlichen Verschwinden war er Unterstützer des Freiheitskämpfers und späteren Premierministers Patrice Lumumba, der nach einem Putsch ermordet wurde. So wie vermutlich auch Djino Alolo Sabins Großvater. Dessen Befreiungstraum lebt in seinem Enkel fort. Mittels des Vokabulars des zeitgenössischen Tanzes erweckt der Künstler die Idee eines neuen Afrika, die mit Gewalt begraben wurde, zu neuem Leben.

 

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Samstag, 9. November, 20 Uhr

#Tanzperformance  #Postkolonialismus  #Politik und Zeitgeschichte 

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Besetzung

Choreografie und Performance Djino Alolo Sabin Outside Eye Christina Towle | Faustin Linyekula Musik Roger Mambembe | Djino Alolo Sabin Video Franck Moka | Djino Alolo Sabin
 

Biografie

Djino Alolo Sabin (*1990) wuchs in Kisangani, in der Demokratischen Republik Kongo auf. Er begann seine Laufbahn als Hip-Hop-Tänzer der Gruppe Bad Boys. Durch sie lernte er den Choreografen Faustin Linyekula kennen. Linyekula lud Alolo zu einem fünfjährigen Programm für zeitgenössischen Tanz in die Studios Kabako ein, wo er unter anderem bei Hafiz Dhaou, Ula Sickle, Andréya Ouamba, Sylvain Prunenec und Boyzie Cekwana studierte. Der heute in Paris lebende Alolo war unter anderem mit Olivier Dubois und Maguy Marin auf Tour und spielt derzeit in Boris Charmatz‘ Stück 10.000 GESTURES. Er wird Teil von Jospeh Nadj's nächstem Stück sein. Die Soloperformance PIKI PIKI ist seine zweite Arbeit.

 

Produktion und Realisierung

Produktion Studios Kabako | Virginie Dupray Koproduktion Charleroi danse centre chorégraphique de Wallonie Bruxelles, Ballet du Nord - CCN de Roubaix Hauts de France Mit Unterstützung von La Bellone, Maison du Spectacle Brussels, Le Centquatre Paris.