Logo Spielart 2019 Logo Spielart 2019
">open sub navigation

Alle

ỌLỌ́MỌYỌYỌ

Jelili Atiku (Lagos)

02.11. 17:00 – 18:00

Staatliches Museum Ägyptischer Kunst

Eintritt frei

Einführung mit Kadiatou Diallo um 16:30 Uhr | Nach der Vorstellung Shuttleservice zu 12AM: AWAKE & LOOKING DOWN im HochX

In englischer Sprache und Yoruba

  • Rollstuhlgerecht

Das 21. Jahrhundert ist keine sichere Zeit für Kinder und Jugendliche: Vorfälle wie das Massaker in der Beslan Schule in Nordossetien 2004, die Entführungen von Schülerinnen im Norden Nigerias durch die Terrorgruppe Boko Haram 2014 und 2018/19, die Tatsache, dass Donald Trump tausende Kinder in den USA getrennt von ihren Eltern gefangen hält und die erschütternde Anzahl von Fällen sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche sind nur einige der unzähligen Beispiele hierfür. Jelili Atikus Performance ỌLỌ́MỌYỌYỌ ist ein Ritual der Sühne und Abbitte für die Gewalt, die Kindern tagtäglich angetan wird. Der Multimediakünstler führt die aus Tanz und Prozession bestehende Aktion gemeinsam mit zwei Yoruba-Priesterinnen (Olasha) und vier weiteren Frauen durch. Atiku verkörpert in der Performance dieArukori, den Geist der Göttin Kori, den er in Form einer hölzernen Statue trägt. In der westafrikanischen Yoruba-Religion ist sie es, die über Gesundheit, Glück und Wachstum von Kindern wacht. 200 weitere Holzfiguren, die Irunmole, repräsentieren gute Geister, die für Balance und Ausgleich in Natur und Universum sorgen. Das komplexe Ritual, dessen genauer Ablauf spontan aus der Situation und Umgebung heraus entsteht, möchte auf die prekäre Situation von Kindern weltweit aufmerksam machen und ihren Schutz zum obersten Gebot erheben.

#Performance / Ritual  #Gemeinschaftsbildung  #Postkolonialismus  #Politik und Zeitgeschichte 

Lesen Sie mehr:

Besetzung

Konzept Jelili Atiku Performance Jelili Atiku, Aweni Kudirat Apata, Omolabake Jarinatu Saula, Gabriella Furno, Simona Carniato, Susanna Pruna, Barbara Maria Messner Technische Assistenz Muda Alani Sanni 

Biografie

Jelili Atiku, geboren 1968 in Ejigbo, Nigeria, ist Multimediakünstler, dessen Arbeiten sich mit Menschenrechten und sozialer Gerechtigkeit sowie mit den Folgen traumatischer Ereignisse befassen. Er studierze am der Ahmadu Bello Universität in Zaira und der University of Lagos. Er ist führender Koordinator von Advocate for Human Rights Through Art (AHRA) und künstlerisher Direktor von AFiRIperFOMA – einem Kollektiv afrikanischer Performancekünstler*innen. Atiku zeigt seine Arbeiten in diversen Zusammenhängen in Afrika Asien, Europa und den Amerikas, unter anderem am Tate Modern London, bei der Biennale in Venedig (2017), der Manifesta Palermo (2018), der Marrakech Biennale (2014) und der Transmediale Berlin.

 

Kadiatou Diallo lebt und arbeitet als freischaffende Kuratorin, Vermittlerin und Kulturschaffende zwischen Basel und Kapstadt. Sie ist Kodirektorin von SPARCKSpace for Pan-African Research, Creation and Knowledge und Produzentin des Artists on African PodcastsNebst kuratorischen und kollaborativen Projekten, arbeitet Kadiatou seit 2019 als wissenschaftliche Mitarbeiterin zum Projekt Aesthetics from the Margins am Zentrum für Afrikastudien der Universität Basel und als Gastlektorin an der édhéa (école de design et haute école d'art) in Sierre.

Produktion und Realisierung

Realisierung in Kooperation mit dem Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst und in Zusammenarbeitdem Goethe-Institut