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ONDAANISA YO POMUDHIME

Nashilongweshipwe Mushaandja (Windhoek)

01.11. 17:00 – 18:00

Staatliches Museum Ägyptischer Kunst

Eintritt frei

keine Sprachkenntnisse erforderlich

ONDAANISA YO POMUDHIME (DER TANZ DES GUMMIBAUMS) ist ein Ritual der Bewegungen zwischen körperlichen und institutionellen Archiven. Nashilongweshipwe Mushaandja entwickelt einen intimen und immersiven queeren Tanz, den er sich an einem Gummibaum vorstellt, aber in einem Bau aus Beton performt – dem Museum. Er greift hierbei auf ein akustisches Archiv aus Stille, Lärm, Liebes- und Kampfesliedern aus Südafrika zu, um der systematischen Auslöschung und Ausschließung der Wissensquellen entgegen zu wirken, die sich an den Rändern und in den Bruchstellen kolonial-nationalistischer Archive finden. Der Gummibaum (Omudhime) wird ursprünglich für Rituale der Reinigung und Grenzüberschreitung genutzt. Feuer, Salz und Marula-­Kerne symbolisieren die Enteignung von Land und die Rückkehr zur Erde. „Odalate naiteke“ (Der Zaun muss durchbrochen werden) – auf diesen Slogan, der 1971 (Namibia unterstand in dieser Zeit der südafrikanischen Mandatsmacht) von landesweit protestierenden namibischen Arbeiter*innen verwendet wurde, beruft sich der Künstler. Für ihn kann es weder Frieden, Heilung noch Versöhnung geben, wenn es keine Umverteilung von Land und keine restaurative Gerechtigkeit gibt.

#Performance / Ritual  #Postkolonialismus  #Partizipation  #Gemeinschaftsbildung 

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Besetzung

Konzept Nashilongweshipwe Mushaandja Performance Nashilongweshipwe Mushaandja und Fillepu Negodhi

Biografie

Nashilongweshipwe Mushaandja ist Performance-Künstler, Pädagoge und Autor. Seine praktischen Interessen und Forschungsaktivitäten gelten dem Gebiet der verkörperten und räumlichen Archive bei der Entstehung von politischen Bewegungen. Mushaandja ist zudem Doktorand und Künstler am Centre for Theatre, Dance and Performance Studies an der Universität Kapstadt, wo er über Kultur des Widerstands in Katatura, einem Township in Windhoek, Namibia, forscht.

Produktion und Realisierung

Realisierung in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst und dem Goethe-Institut