MINEFIELD

Lola Arias (Buenos Aires)

 

27.10. 19.00-20.40 Uhr hinzufügen

28.10. 19.00-20.40 Uhr hinzufügen

Gasteig Carl-Orff-Saal

 

Eintritt € 18,00 | Ermäßigt € 9,00

 

Künstlergespräch nach der Vorstellung am 28.10.

 

Englisch und Spanisch mit deutschen und englischen Übertiteln

Vor 35 Jahren zog Großbritannien gegen Argentinien in einen Krieg, der heute bei den Briten fast vergessen, in der argentinischen Selbstwahrnehmung jedoch weiterhin allgegenwärtig ist. Der Krieg um die Falklandinseln – argentinisch Malwinen – war ein »alt-modischer« Krieg, Mann gegen Mann. Die historischen Erzählungen der zwei Konfliktparteien gleichen sich bis heute kaum. Dementsprechend heikel gestaltet sich das gemeinsame Erinnern der Veteranen, die in Lola Arias’ Dokumentarstück MINEFIELD zu Wort kommen. Einst britische und argentinische Soldaten sind sie nun Musiker, Psychologen, Lehrer, Security Guards. In ihren Geschichten werden die Mechanismen erkennbar, mit denen Konflikte geschürt werden: Der Aufbau von Hass und Feindbildern, die Erschaffung von Heldenmythen – Kriegspropaganda. Durch die Aufrichtigkeit, mit der die Veteranen ihre Erfahrungen offen legen, kommt der Krieg ganz nah und mit ihm die Frage, was nach seinem Ende mit den Individuen, die ihn erlebt haben, geschieht. Lola Arias war bereits zweimal bei SPIELART zu Gast, zuletzt 2009 mit MA VIDA DESPUÉS.  

      

 

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Besetzung
Regie und Text Lola Arias Cast Lou Armour, David Jackson, Gabriel Sagastume, Ruben Otero, Sukrim Rai und Marcelo Vallejo Recherche und Produktion Sofia Medici, Luz Algranti Bühnenbild Mariana Tirantte Musikkomposition Ulises Conti Lichtdesign David Seldes Videodesign Martin Borini Tontechnik Roberto Pellegrino, Ernesto Fara Regieassistenz Erika Teichert, Agustina Barzola Technische Assistenz Imanol López Produktionsassistenz Lucila Piffer Assistenz Großbritannien Kate O´Connor Kostüm Andrea Piffer Kostümassistenz Federico Castellón Arrieta Produzentin Großbritannien Erica Campayne

 

Biografie
Lola Arias (*1976) ist Schriftstellerin, Theaterregisseurin und Performerin. Ihre Produktionen arbeiten an und mit der Grenze zwischen Realität und Fiktion. In ihren Arbeiten reflektiert sie soziales, politisches und historisches häufig anhand von individuellen Biografien und Familiengeschichten. Sie produzierte vier Arbeiten mit Stefan Kaegi (Rimini Protokoll), zuletzt CIUDADES PARALELAS, eine Reihe urbaner Interventionen, unter anderem in Berlin, Buenos Aires, Warschau und Zürich. Lola Arias publiziert Gedichte, Geschichten und Theaterstücke, außerdem komponiert sie gemeinsam mit Ulises Conti Musik und veröffentlichte bereits mehrere Alben.

 

Produktion und Realisierung
Eine LIFT Koproduktion mit dem Royal Court Theatre, Brighton Festival, Universidad Nacional de San Martín, Le Quai Angers, Künstlerhaus Mousonturm, Athens & Epidaurus Festival, Theaterformen und hTh CDN Montpellier Unterstützt von British Council