SOME USE FOR YOUR BROKEN CLAY POTS

Claire Cunningham | Jess Curtis (Glasgow | San Francisco)

 

 

Eintritt € 12,00 | Ermäßigt € 7,00

 

Im Rahmen von ART IN RESISTANCE

 

In deutscher Sprache

Was wäre, wenn wir Politiker nicht wählen würden, weil sie uns etwas versprechen, sondern abwählen, wenn sie ihren Job nicht machen? Wie könnte ein System aussehen, in dem Parteien und Berufspolitiker keine Rolle mehr spielen? Angesichts allgemeiner Politikverdrossenheit hat sich Christophe Meierhans darüber Gedanken gemacht. Sehr viele Gedanken: Zusammen mit Politikwissenschaftlern und Juristen hat er die komplette Verfassung für ein völlig anderes politisches System ausgearbeitet, ausgehend von der antiken Praxis des Scherbengerichts. In 350 Artikeln entwirft er gesellschaftliche Strukturen, die auf Teilhabe, Rotation und politischer Verantwortung jedes Bürgers beruhen. Dieses politische System erklärt er in einer Lecture  und stellt sich den Anmerkungen der Zuschauer. Denn sein Projekt provoziert hochinteressante Fragen danach, wie unsere Gesellschaft funktioniert, und wie wir leben wollen. Es eröffnet im geschützten Rahmen des Theaters Denkräume über die grundsätzliche Natur von Repräsentation, Gerechtigkeit und politischer Willensbildung.

 

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Besetzung
Konzept, Umsetzung und Schauspieler Christophe Meierhans Dramaturgie Bart Capelle Konzeptuelle Beratung Rudi Laermans Berater-Team Anne-Emmanuelle Bourgaux (ULB), Rudi Laermans (KU), Jean-Benoît Pilet (ULB) und Dave Sinardet (VUB) Verfassungsrechtliche Juristin Anne-Emmanuelle Bourgaux
Bühnenbild Sofie Durnez Konzeption und Grafik-Design-Publikation The Theatre of Operations Illustration Nuno Pinto Da Cruz

 

Biografie
Christophe Meierhans (*1977 in Genf) arbeitet mit und in Performances, Öffentlichen Räumen, Theatern, Installationen, Sound, Musik und Video. Er ist Mitbegründer des audio-performance Duos TAPE THAT und des Brüsseler Performancekollektivs C&H mit dem er zwischen 2000 und 2012 diverse Projekte realisierte, darunter die mehrjährige urbane Intervention POSTCARDS FROM THE FUTURE. In seinen Arbeiten versucht Christophe Meierhans Lücken und Unregelmäßigkeiten in unseren täglichen Routinen, Konventionen und sozialen Übereinkünften zu erzeugen und alltägliche Banalitäten zu manipulieren. Fragmente des Alltagslebens wie Reden, Stadtcafés oder Theaterstücke werden zu Ankerpunkten künstlerischer Interventionen und Perspektivverschiebungen. Indem Meierhans unterschiedliche Kontexte konventionellen Handels ineinander verdreht erzeugt er eine Form der Andersartigkeit und Merkwürdigkeit, die klare Zuschreibungen von Ort, Zeit und Raum brüchig werden lässt.

 

Produktion und Realisierung
Produktion Koproduktion: Kaaitheater (Brüssel), Workspace Brussels, Vooruit Arts Centre (Gent), Teatro Maria Matos (Lissabon), BIT Teatergarasjen (Bergen), Kunstenfestivaldesarts (Brüssel) Produzent: Mokum. Mit Unterstützung von Vlaamse Gemeenschapscommissie und der Flämischen Regierung
Realisierung Mit Unterstützung des Programms "Creative Europe" der Europäischen Kommission und der Allianz Kulturstiftung