THE ROLE OF ARTISTS IN SOCIAL JUSTICE – STRUGGLES AROUND THE INTERSECTIONS OF SEXUALITY, ETHNICITY AND PRIVILEGE

Dean Hutton (Kapstadt) | Jaamil Olawale Kosoko (New York) | Alberta Whittle (Glasgow | Kapstadt | Bridgetown)

 

04.11. 18.30-20.00 Uhr

Muffathalle 1

 

Eintritt frei

 

Moderiert von Jay Pather (Kapstadt)

 

Englisch

Die Künstler*innen Dean Hutton, Jaamil Olawale Kosoko und Alberta Whittle finden sich zu einer Diskussion über Queerness und den kritischen Umgang mit Ethnizität und Affekten zusammen. Kurator, Poet und Performancekünstler Jaamil Olawale Kosoko untersucht in Arbeiten wie seiner Performance #NEGROPHOBIA die erotisch aufgeladene Angst, die sich im Kontext zeitgenössischer US-Politik auf Schwarze Körper richtet. Dean Huttons Installation #FUCKWHITEPEOPLE war zu Beginn diesen Jahres Gegenstand einer Gerichtsverhandlung im Zuge derer erfahrbar wurde, wie betroffen, inspiriert und gekränkt weiße Personengruppen angesichts der Dissidenz queerer, weißer Kunstschaffender reagieren können. Die Projekte der interdisziplinär arbeitende Künstlerin und Wissenschaftlerin Alberta Whittle speisen sich aus einem Kontext von Diskursen um Diaspora und dem kollektiven Arbeiten an radikaler Empathie. Im Zentrum ihrer kuratorischen Forschung steht der Bedarf nach einer Dekolonisierung öffentlicher Kunstinstitutionen. Alberta, Dean und Jaamil führen ein Gespräch über die Konflikte, die an den Intersektionen von Sexualität, Ethnizität und Privilegien entstehen und die Rolle, die Künstler*innen beim Kampf um soziale Gerechtigkeit zukommt.

 

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Besetzung
Mit Dean Hutton (Kapstadt) | Jaamil Olawale Kosoko (New York) | Alberta Whittle (Glasgow | Kapstadt | Bridgetown)

 

Biografie
Dean Hutton ist genderqueere*r (1) Künstler*in in Johannesburg und interessiert sich für Social Media als Narrativ, Technologie als Mittel zur Selbstreflexion und Provokation sowie für queere Identitäten. Dean arbeitet seit den späten 1990ern in den Bereichen Fotografie, Video, Social Media, Performance und im gemeinschaftlichen Aktivismus und macht derzeit den Master of Arts an der Universität Kapstadt. Dean co-kuratierte das #notgayasinhappy #QUEERasinfuckyou Film Festival 2015.
(1) Genderqueer ist eine nicht-binäre transgender Identität.

Jaamil Olawale Kosoko, ursprünglich aus Detroit, ist nigerianisch-amerikanischer Kurator, Poet und Performancekünstler. Er produzierte und kuratierte unter anderem für New York Live Arts, 651 Arts, und das Watermill Center. Kosokos Gedichte, Interviews und Essays werden in verschiedensten Publikationen und Zeitschriften in den USA veröffentlicht, er wird international für Vorträge, Performances und Lectures gebucht. Bei SPIELART 2017 ist sein Stück #NEGROPHOBIA zu sehen.

Alberta Whittle ist Künstlerin, Wissenschaftlerin und freie Journalistin. Sie entwickelte Ausstellungen und Workshops in Südafrika, der Tschechischen Republik, de Niederlanden, Italien und UK. 2010 wurde sie für die Jubiläumsausstellung des Edinburgh College of Art’s als eine der 25 Absolventinnen ausgewählt, deren Arbeiten wesentlichste Beiträge zur internationalen Kunstwelt leisten. 2011 förderte das Museum of London ihr diskursives Projekt SEE NO EVIL, HEAR NO EVIL, SPEAK NO EVIL, das diverse Gruppen von Migrant*innen zusammen brachte um gemeinsam Themen der Dislokation, Staatsbürgerschaft und Xenophobie zu untersuchen.

Der Regisseur, Choreograf und Forscher Jay Pather ist Direktor des Gordon Institute for Performing and Creative Arts an der University of Cape Town, Kurator des Centre for Performative Practice, Zeitz MOCAA, des Infecting the City Festivals sowie künstlerischer Leiter des Siwela Sonke Dance Theatre. Im Rahmen seiner Tätigkeit für das ICA Live Art Festival schuf er Strukturen zur interdisziplinären Kollaboration. 2016 wurde er zum Fellow der University of London und vom französischen Kulturministerium zum Chevalier des Arts et des Lettres ernannt. Bei SPIELART 2017 hat Jay Pather die kuratorische Beratung für das Programm von CHASING RAINBOWS übernommen.