COLLECTIVE AMNESIA

Koleka Putuma (Kapstadt)

 

04.11. 13.00-14.15 Uhr

Festivalzentrum

 

Eintritt frei

 

Anschließendes Q&A moderiert von Rucera Seethal (Johannesburg)

 

Englisch

»CHASING RAINBOWS«

COLLECTIVE AMNESIA erforscht Schwarz-Sein, »womxnhood» – also Erfahrungen von Weiblichkeit, die auch trans* und queere Geschlechtsidentitäten einschließen – und Geschichte. Koleka Putumas Gedichte wurden mehrfach ausgezeichnet, sie finden Eingang in die universitären Bibliotheken und Lehrpläne Südafrikas. Dass eine Schwarze, weibliche, queere Stimme dieses Ausmaß an Aufmerksamkeit erfährt, gilt als kleine Sensation in einem Land, in dem Studierende anhaltend dagegen protestieren, wie stark Lehrinhalte geprägt sind von europäischer, weißer Wissensbildung. Putumas Lyrik fordert Gerechtigkeit und geht Konzepten von Autorität in verschiedenen Kontexten auf den Grund – in akademischer Bildung, Religion, Politik und Beziehungen. Durch Trauer, Erinnerung, Schmerz und Freude, durch Sex und Self-Care ist COLLECTIVE AMNESIA eine kraftvolle Bestandsaufnahme all dessen, was vergessen oder unsichtbar gemacht wurde – sowohl in der südafrikanischen Geschichte als auch im individuellen Selbstverständnis.

 

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Besetzung
Von und mit Koleka Putuma

 

Biografie
Die mehrfach ausgezeichnete Poetin und Theatermacherin Koleka Putuma eroberte mit ihrem ersten Gedichtband COLLECTIVE AMNESIA die Südafrikanische Literaturszene im Sturm. In weniger als fünf Monaten verkauften sich 2000 Exemplare und die Gedichte wurden zum Studieninhalt an südafrikanischen Universitäten. Koleka Putuma gewann 2014 das National Poetry Slam Championship und 2016 den PEN South Africa Student Writing Prize. Zudem wurde sie von der panafrikanischen Lyrik-Show Badilisha in die Top 10 afrikanischer Lyriker*innen aufgenommen.

 

Produktion und Realisierung
Gefördert im Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes im Rahmen von CHASING RAINBOWS und dem Goethe-Institut.