ZIG ZIG

Laila Soliman (Kairo)

 

29.10. 17.00-19.00 Uhr hinzufügen

30.10. 20.00-22.00 Uhr entfernen

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Eintritt € 14,00 | Ermäßigt € 7,00

 

Künstlergespräch nach der Vorstellung am 30.10.

 

Englisch mit deutschen Übertiteln, arabische Passagen mit deutschen und englischen Übertiteln

 

Vor rund 100 Jahren, während der britischen Besatzung Ägyptens, wurde das Dorf Nazlat al-Shobak Ziel eines zerstörerischen Angriffs durch britische Soldaten. Sie richteten Dorfbewohner*innen hin und vergewaltigten mehrere Frauen. Diese Frauen erwirkten in einem für diese Zeit unglaublich erscheinenden emanzipatorischen Impuls einen Militärgerichtsprozess, der jedoch im Sande verlief, da ihre Glaubwürdigkeit in Frage gestellt wurde. ZIG ZIG ist eine dokumentarische Theaterarbeit, deren Grundlage die Transkripte dieses Prozesses bilden. Diese Dokumente fanden keinen Eingang in die ägyptische Geschichtsschreibung, die Performance gibt den Frauen und ihrer Gewalterfahrung wieder einen Ort und eine Stimme. Auf der Bühne stellen vier Performerinnen und eine Geigerin Bezüge her – von diesem historischen Material zu ihren eigenen Erfahrungen mit rape culture und der Bagatellisierung sexualisierter Gewalt. Die Theaterautorin und Regisseurin Laila Soliman war schon 2011 im Rahmen von SOCIAL FICTIONS bei SPIELART zu Gast.

 

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Besetzung
Regie Laila Soliman Perfamance Nadia Amin, Mona Hala, Reem Hegab, Zainab Magdy und Nancy Mounir Produzent, Schauspielcoaching und Lichtdesign Ruud Gielens Historische Recherche Katharine Halls Regieassistenz Hakeem Abdelnaeem und Habiba Makhlouf Kostüm Lina Aly Kostümassistenz Nashwa Maatouk Bühnenbildnerische Beratung Nagy Shaker Visual Research Consultant Heba Farid Technisches Management Omar Madkour Technikteam Mazen Mounib Ahmed Saleh, Hassan Eid und Mohamed Talaat Englische Übersetzung Katharine Halls Arabische Übersetzung Shadi El Hosseiny Posterdesign Adham Bakry Websitedesign Ola Abulshalashel Produktionsmanagement Ebtihal Shedid

 

Biografie
Laila Soliman lebt und arbeitet in Kairo und Amsterdam als Theaterautorin, Dramaturgin und Regisseurin. Sie studierte zunächst Theaterwissenschaften und Arabische Literatur in Kairo, im Anschluss besuchte sie DasArts in Amsterdam. Später arbeitete sie als Dramturgin an Rimini Protokolls Produktion RADIO MUEZZIN mit. Laila Soliman war während der Revolution 2011 an den Demonstrationen auf dem Tahir-Platz beteiligt und brachte ihre dortigen Erfahrungen mit den Stücken LESSONS IN REVOLTING und NO TIME FOR ART auf die internationalen Theaterbühnen. Solimans Arbeiten waren und sind u.a. in Ägypten, in Syrien, im Libanon und in verschiedenen europäischen Ländern zu sehen.

 

Produktion und Realisierung
Produktion SHISH (Brüssel /Kairo) Koproduktion Schweizerische Botschaft in Ägypten Büro für Internationale Zusammenarbeit (Kairo), HAU Hebbel am Ufer, Kaaitheatre (Brüssel), Forum Freies Theater Düsseldorf, BIT Teatergarasjen (Bergen), Zürcher Theater Spektakel, D-CAF (Kairo), House on Fire mit Unterstützung des Kulturprogramms der Europäischen Union In Zusammenarbeit mit Mahatat for Contemporary Art (Kairo), 15/3 Studios (Kairo), Goethe-Institut (Kairo) Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes