ELEGY

Gabrielle Goliath (Johannesburg)

 

04.11. 19.00-20.00 Uhr

05.11. 19.00-20.00 Uhr

St. Johannes Kirche

 

Eintritt frei

 

Europäische Erstaufführung

 

keine Sprachkenntnisse erforderlich

»CHASING RAINBOWS«

ELEGY ist ein Klagelied, ein Trauergesang, ein Ritual des kollektiven Erinnerns. Eine Gruppe von Sängerinnen kommt zusammen, um gemeinsam einer Verstorbenen zu gedenken. Jede Vorstellung ist der Erinnerung an eine Person gewidmet, die vergewaltigt und getötet wurde. Innerhalb einer sehr reduzierten Anordnung lässt das vom Gesang getragene Konzeptstück Raum für alles Unsagbare, für die Leerstelle, die Abwesenheit der Verstorbenen. ELEGY versteht sich nicht als Versuch einer Antwort auf die extreme Gewalt, der Frauen sowie trans* und non-binary Personen in Südafrika tagtäglich ausgesetzt sind. Indem die Identität und Geschichte einer Person, deren Körper und deren Rechte aufs Extremste verletzt wurden, diesen Raum erhält, trägt ELEGY dazu bei, ihre Individualität zu sichern und einem Verschwimmen mit anonymen Opferzahlen entgegenzuwirken.

Am 4. und 5. September zeigt Gabrielle Goliath zwei Vorstellungen von ELEGY, die in intimer Beziehung zueinander stehen und dem Gedenken an Hannah Cornelius (4.11.) und Camron Britz (5.11) gewidmet sind.

 

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Besetzung
Von Gabrielle Goliath Mit  Solomía Antonyak, Natalya Boeva, Mirranda Khayakazi Madlala, Vero Miller, S'Bongile Mntambo, Sibongile Mthiyane, Lithography Nqai

 

Biografie
Gabrielle Goliath (*1983 in Kimberley) studierte bildende Kunst an der University of the Witwatersrand und lebt und arbeitet als Performance- und Multimediakünstlerin in Johannesburg. In ihren Arbeiten erforscht sie soziopolitische Fragestellungen, die das Publikum nicht nur visuell sondern häufig auch ethisch fordern. Ihre derzeitigen Recherchen und Projekte erforschen die Möglichkeiten und ethischen Anforderungen, unter denen Erfahrungen von Trauma und Gewalt, insbesondere die Erfahrungen Überlebender von Vergewaltigungen, geteilt werden können.

 

Produktion und Realisierung
Gefördert im Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes und vom Goethe-Institut