WELCHE REVOLUTION(EN) WERDEN WIR ERLEBT HABEN?

Institut für Widerstand im Postfordismus | müller***** (Deutschland)

 

 

Eintritt frei

 

Für den Besuch unserer mobilen Forschungsstation ist eine Anmeldung erwünscht. Beginn jeweils zu vollen und halben Stunde. Anmeldung unter anmeldung.institut@gmail.com

 

In deutscher Sprache

Welche Revolution(en) werden wir erlebt haben? – Zur Beantwortung dieser Frage richtet sich das Institut für Widerstand im Postfordismus gemeinsam mit dem Performance/Label müller***** eine mobile Zweigstelle  bei ART IN RESISTANCE in München ein. Das Institut (WiP) analysiert, propagiert und prognostiziert die kommenden 15 Jahre, die zielsicher auf die Revolution(en) zusteuern. Im Gasteig entsteht ein Experimentierfeld, das auf die performative Aktivierung lokaler Widerstandspotentiale setzt: In der mobilen Zeltstation können Besucher_innen eine Forschungsreise in die Zukunft der Revolution(en) unternehmen und individuelle Pläne für die kommenden Umbrüche formulieren. Unter der Prämisse »Es gibt Zukünfte!« fragt das Institut nach wünschbaren Widerständen und konkreten Realisierungsansätzen der Münchener Bevölkerung. Werden Sie Teil der Forschung! Schreiben Sie mit uns Geschichte. Werden Sie Teil der Revolution(en)!

 

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Besetzung
Von und mit Vega Damm, Elisa Müller, Michaela Muchina Raumkonzept | Ausstattung Michaela Muchina, Yvo Wegener Dramaturgie Joshua Wicke, Inga Schaub Produktionsbüro ehrliche arbeit

 

Biografie
Elisa Müller studierte Schauspiel und Theaterwissenschaft. 2008 gründete sie das Performancelabel müller*****, bisher sind 12 Produktionen in Zusammenarbeit mit Künstler_innen und Wissenschaftler_innen unterschiedlicher Professionen entstanden, u.a. in Kooperationen mit Ballhaus Ost Berlin, LOFFT.Leipzig, Fleetstreet Hamburg, LICHTHOF Hamburg, Sophiensæle Berlin, Vierte Welt Berlin, FKT Bochum und FFT Düsseldorf. Zurzeit, 2014/15/16, FORSCHEN AM WIDERSTAND IM POSTFORDISMUS. WORK IN PROGRESS mehrteilige Reihe zwischen Performance und Diskurs in der Vierten Welt Berlin. Davor kamen 2014 FORMEN DER TRAUER im Theaterdiscounter Berlin und IN FRAGE GESTELLT, ein Projekt mit Jugendlichen in der Vierten Welt Berlin, zur Aufführung. Im Juli/August 2014 forschte sie im Theater im Ballsaal Bonn während einer einmonatigen Residenz zu EINE FRAGE DES EHRGEFÜHLS – WIDERSTAND IM POSTFORDISMUS im Rahmen von »flausen+ – young artists in residence« des theater wrede. Außerdem seit 2013 regelmäßige Tätigkeit als Dozentin, unter anderem an der UdK. Seit 2011 Vorstandsmitglied des LAFT – Landesverband freie darstellende Künste Berlin e.V. und in der Sprecherrunde der »Koalition der Freien Szene« aktiv.

Vega Damm. Studium der Philosophie an der Freien Universität Berlin und der Albert-Ludwig-Universität Freiburg. Dissertationsprojekt an der Uni Freiburg. Gründerin des Forschungskreises »Deleuze-Brainpool«. Kurzfilme u.a. TEXTURE OF MY EYES. RECALL AND DESTRUCTION (2013) und 1+1=3. STADTMASCHINEN (2012). Lebt und arbeitet in Berlin. Kooperation mit müller***** als Performerin und Forscherin für FORMEN DER TRAUER – EIN FORSCHUNGSLABOR ZWISCHEN KUNST UND WISSENSCHAFT, beim Probelabor EHRGEFÜHL und für die Reihe FORSCHEN AM WIDERSTAND IM POSTFORDISMUS.

Michaela Muchina arbeitet als freie Bühnen- und Kostümbildnerin für Theater, Performance und Film. Sie studierte Bühnen- und Kostümbild an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und Visuelle Kommunikation an der staatlichen Universität für Kunst und Design in St. Petersburg. Ausstattungen zuletzt u.a. am Jungen Schauspielhaus Düsseldorf, nGbK Berlin, Theater Konstanz, Konservatorium St. Petersburg, Theaterdiscounter, Uferstudios, Vierte Welt, für die Kurzfilme von Simon J. Paetau OURY JALLOH, POSH und CRUISING IN HIGH HEELS. Eigene Performances in Kooperation mit Nathalie Fari zuletzt u.a. beim Performance Festival Verbo, Galeria Vermelho, São Paulo, Festival International de Teatro, São José do Rio Preto, beim ANGST(FREI)-Festival am Theater der Altmark in Kooperation mit Yvo Centelleo. Videoinstallationen in Kooperation mit Tanja Akhmetgalieva zuletzt im MMOMA Moskau, Krasnoyarsk Museum Center und in der Tkachi Galerie, St. Petersburg. Seit 2012 Mitglied von müller*****. Seit 2013 Mitgründerin des Kollektivs m/e/r, das in den Bereichen temporäre Architektur, Ausstellungsdesign und Raumintervention arbeitet.

Joshua Wicke (* 1987) hat Philosophie und Volkswirtschaftslehre studiert und arbeitet als freier Dramaturg in den Bereichen Theater, neues Musiktheater, Performance und Video. Zuletzt betreute er Arbeiten an den Sophiensælen Berlin, Hebbel am Ufer, Mozarteum Salzburg und dem Berliner Arbeiter Theater. Außerdem kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Label für zeitgenössische Musik Testklang e.V. sowie Konzeption und Durchführung von Workshops & Lecture Performances (u.a. Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Kunsthochschule für Medien Köln). Derzeit studiert er Dramaturgie (MA) an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. MEMORIES OF A REVOLUTION ist Joshua Wickes erstes gemeinsames Projekt mit müller*****.

Inga Schaub studierte Kulturpädagogik und Kulturwissenschaft in Mönchengladbach, Amsterdam und Berlin. Sie promovierte an der HU Berlin mit einer Arbeit über neue Sichtbarkeiten der Trauer in der Psychologie, Philosophie und Fotografie und ist momentan wissenschaftliche Mitarbeiterin im interdisziplinären Labor »Bild Wissen Gestaltung« (HU Berlin). Während ihrer Dissertation war sie an das Graduiertenkolleg »Lebensformen Lebenswissen« assoziiert und wurde von der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. Zusammenarbeit mit müller***** seit 2012 für das POLITISCHE SOLO, FORMEN DER TRAUER – EIN TRANSDISZIPLINÄRES FORSCHUNGSLABOR ZWISCHEN WISSENSCHAFT UND KUNST, dem kulturellen Bildungsprojekt IN FRAGE GESTELLT und im Rahmen des aktuellen Projekts zu Widerstand im Postfordismus.

Das Institut für Widerstand im Postfordismus (WiP) ist ein Zusammenschluss von TheoretikerInnen, AktivistInnen und KünstlerInnen und agiert als eine offene Plattform: Es arbeitet kontiernuierlich an der Erforschung und Propaganda der kommenden Revolution(en) 2015-2029.

müller***** erarbeitet in transdisziplinären Konstellationen seit 2012 gemeinsam Formate zwischen Performance und Diskurs, die u.a. Fragen nach den politischen Handlungsmöglichkeiten des Einzelnen und nach Möglichkeiten kollektiver Erfahrung stellen. Innerhalb dieser Projekte arbeiten wir eng mit weiteren Expert_innen zusammen, um künstlerische Reflexionen durch wissenschaftliche/theoretische/aktivistische Positionen zu ergänzen. Zu den regelmäßigen Kooperationspartnern zählen u.a. die Vierte Welt Berlin, die Universität der Künste, die Humboldt-Universität Berlin und die Rosa-Luxemburg-Stiftung.