Performances von Royce Ng (Hong Kong), Jaha Koo (Seoul), Ho Tzu Nyen (Singapur), Sankar Venkateswaran (Attappadi), Sethembile Msezane (Kapstadt), Kathleen Bomani (Dar-es-Salaam), Mamela Nyamza (Kapstadt), Ho Rui An (Singapur), Koleka Putuma (Kapstadt)

 

 

Wortbeiträge  u.a. von Nora Chipaumire (New York/Mutare), Mallika Taneja (Delhi), Boyzie Cekwana (Durban), Mark Teh (Kuala Lumpur), Hansol Yoon (Seoul), Jaamil Olawale Kosoko (New York), Neo Muyanga (Kapstadt), Dean Hutton (Kapstadt)

 


Übertragung der GENERAL ASSEMBLY von Milo Rau/ IIPM – International Institute of Political Murder aus der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin

 

 

CROSSING OCEANS

DISKURS- UND PERFORMANCE-WOCHENENDE ÜBER (POST)KOLONIALISMUS, IDENTITÄTEN UND VIELFALT

03.– 05.11.2017

 Folgt man Achille Mbembe, Kameruner Philosoph und Autor des Buches »Kritik der schwarzen Vernunft«, werden Unterschiede erst dann zu einem Problem, wenn man sie nicht als Tatsachen begreift, sondern in ihrem Namen Hierarchien und Klassifizierungen etabliert. Unterschiede seien dann nicht mehr Zeichen von positiv gesehener Einzigartigkeit, sondern dienten der Errichtung von Grenzen und der Abwehr vermeintlich äußerer Bedrohungen. Dagegen gelte es, als Ziel das »Zulassen so vieler Äußerungen des Menschlichen wie möglich« zu setzen. Unter dem Titel CROSSING OCEANS wird das zweite SPIELART-Wochenende zahlreiche der in den eingeladenen Produktionen aufgeworfenen Themen vertiefen. Es geht um das Fortwirken des Kolonialismus; die Organisation von Diversität in (Stadt)Staaten wie Singapur, Indien, Malaysia oder Südafrika; die Möglichkeiten und Grenzen von Identitätspolitik nach ihrer Okkupation durch westliche rechtspopulistische Bewegungen, die im Namen des vermeintlich vernachlässigten weißen heterosexuellen Mannes sprechen; die Frage, ob Demokratie und Menschenrechte universelle Werte sind oder lokal modifiziert werden müssen, um nicht aufoktroyiert zu erscheinen. Welche Ideen lassen sich daraus für eine Welt ohne Abschottung ableiten? Mbembe selbst ist optimistisch: »Wir haben in der Geschichte der Menschheit ein riesiges Archiv der Koexistenz, der Verschränkung und der Vermischung. Ich möchte behaupten, die Menschheit besitzt gewissermaßen eine lange Tradition der Ökumene, die wir noch nicht so erschlossen haben, wie wir es tun könnten.«


In Zusammenarbeit mit Kyoko Iwaki (Tokio), Jay Pather (Kapstadt), Tim Harrison (Manchester), Margarita Tsomou (Berlin/Athen)  

 

Die Veranstaltungen aus »CHASING RAINBOWS« werden gefördert im Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes. Die Veranstaltungen aus »GIVE US BACK OUR VOICE« werden gefördert in der Allgemeinen Projektförderung der Kulturstiftung des Bundes. Einzelne Veranstaltungen werden zudem gefördert vom
Goethe-Institut.